Unser Leitbild 2020

Vorwort

Liebe Mitglieder und Freunde der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland,

in den letzten Jahren hat das Nachdenken über ein eigenes Leitbild uns als Gemeindeverband ein gutes Stück vorangebracht. Das vorliegende „Leitbild 2020“ soll uns auf diesem Weg weiterführen.
Es ist eine Art „Visitenkarte“ die uns helfen kann, uns immer wieder neu bewusst zu machen, für welche Werte wir als Evangelische Gesellschaft stehen, und wie wir unser Gemeindeleben vor Ort und unsere überregionale Arbeit gestalten wollen. So haben wir in konkreten Situationen Orientierung und ermöglichen anderen, sich mit unseren Werten zu identifizieren.

Ein Leitbild ist mehr als eine „Absichtserklärung“ – es muss vor allem gelebt werden.
Dass man die Evangelische Gesellschaft daran erkennen kann und dass wir uns an diesem Leitbild messen lassen, ist mein Wunsch für die nächsten Jahre.

Im Namen des Hauptvorstandes

Ihr

Klaus Schmidt, Direktor


I Unser Ziel

Die Evangelische Gesellschaft für Deutschland (EG)

  • verkündigt das Evangelium von Jesus Christus allen Menschen, insbesondere in Deutschland.
  • Darüber hinaus helfen wir mit, den weltweiten Missionsauftrag, den Jesus Christus gegeben hat (Matthäus 28, 18-20), zu erfüllen.

Das bedeutet, dass wir Menschen aller Altersgruppen und jeder Herkunft durch die Vermittlung der biblischen Wahrheit mit Gott so vertraut machen wollen, dass sie

  • zum Glauben an Jesus Christus finden können,
  • ein neuesLeben unter der Leitung des Heiligen Geistes führen,
  • zu verbindlichen Jesus-Nachfolgern werden,
  • ihm in seiner Gemeinde von ganzem Herzen dienen und
  • einen missionarisch-diakonischen Lebensstil verwirklichen.

II Unsere Geschichte

Die EG wurde 1848 in Wuppertal durch Pastor Ludwig Feldner gegründet.

  • Durch die Herausforderungen der Erweckungsbewegung[1] des 19. Jahrhunderts einerseits
  • und die Verelendung und Entchristlichung breiter Bevölkerungsschichten andererseits, sahen sich die Gründer von Gott gerufen, Deutschlandmit dem Evangelium zu erreichen.[2]  
  • Durch Verkündigung des Evangeliums von Haus zu Haus, durch die Verbreitung von missionarischen Schriften und Gründung von christlichen Gemeinschaften breitete sich die EG schnell aus.

In den verschiedenen Phasen ihrer Geschichte hat die EG auf immer neuen Wegen

  • Menschen innerhalb und außerhalb der verfassten Kirchen auf ein persönliches Glaubensverhältnis zu Jesus Christus angesprochen und dazu eingeladen.
  • Sie hat darauf hingewiesen, dass Taufe und christliche Traditionen den Menschen nicht zu retten vermögen, sondern allein die persönliche Hinwendung zu Jesus Christus.

Im Kirchenkampf des Dritten Reiches und darüber hinaus bewertete die EG geistliche und politische Strömungen aus biblischer Sicht und bezog in Publikationen Stellung.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war uns besonders wichtig:

  • die Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Bibelkritik (z.B. von Rudolf Bultmann und Karl Barth),
  • die kritische Beschäftigung mit schwärmerischen Tendenzen,
  • die Beschäftigung mit gemeindetheologischen Fragen, was Gemeinde nach dem Neuen Testament ausmacht,
  • und die Neubesinnung auf unseren missionarisch-diakonischen Auftrag.

Auch in Zukunft werden wir die Entwicklungen in der Welt und in unserer Gesellschaft im Auge behalten und dazu Stellung beziehen. Dabei verlieren wir uns nicht in kritischen Analysen, sondern setzen uns in Wort und Tat für Gottes Wirklichkeit ein und gestalten unsere Gesellschaft mit.

[1]Die „Erweckungsbewegung“ im 19. Jahrhundert war in Deutschland besonders dadurch gekennzeichnet, dass das Evangelium als Aufruf zur Umkehr des Einzelnen zu Gott und zu einem Leben für Gott verstanden wurde.

[2] Das Motto der Gründer lautete: „Lasst uns Deutschland evangelisieren“.


III Unsere Identität

Unser Leben und Arbeiten steht unter dem Leitmotiv:

Gott lieben
Menschen gewinnen
Gemeinde leben

Gott zu lieben ist das höchste Gebot (Matthäus 22, 37) und das Gebot unseren Nächsten zu lieben, ist ihm gleich (Matthäus 22, 37f). Wir wenden uns den Menschen zu und wollen mit allen, die sich zu Jesus Christus einladen lassen, ein Gemeindeleben im neutestamentlichen Sinne verwirklichen.
Die EG ist Teil der weltweiten Gemeinde Jesu und arbeitet mit allen zusammen, für die der gekreuzigte und auferstandene Jesus Christus und die Bibel der Mittelpunkt in Lehre und Leben sind und die sich an Gottes Wort orientieren.
Unsere kurz gefasste Glaubensgrundlage entspricht im Wesentlichen dem Bekenntnis der Evangelischen Allianz von 1972.
Sonderlehren bzw. einseitige Betonungen[3] bestimmter biblischer Aussagen lehnen wir ab. Einheitsbestrebungen, die sich der Wahrheit der Bibel entgegensetzen oder die davon ausgehen, dass Einheit der Kirche ohne Beziehung zu Christus hergestellt werden kann, stehen wir kritisch-distanziert gegenüber.
Verbindlich für alle Fragen des Glaubens und Lebens ist für uns die Bibel als unfehlbares Wort Gottes und die Führung und Leitung durch den HeiligenGeist.
Die Anliegen der Reformation[4], des Pietismus[5]und der Erweckungsbewegung[6] sind uns wichtig
Neben diesen genannten Merkmalen und in allen Lebensäußerungen der EG praktizieren wir, was Jesus von seinen Leuten sagt: „An der Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ (Johannes 13,35).

 

[3] Z.B. die Lehre der Allversöhnung, die Betonung einer Geistestaufe mit Zungenrede als zweite notwendige Heilserfahrung oder Prophetie, die über die Bibel hinausgeht und verbindlich für alle Christen sein soll.

[4] Charakteristisch für die Reformation Luthers und Calvins ist das viermalige „allein“: „Allein die Schrift“, „allein die Gnade“, allein der Glaube“, „allein Christus“.

[5] Der Pietismus ist charakterisiert durch die Betonung der persönlichen Bekehrung des Menschen zu Christus, der Versammlung in Kleingruppen, der persönlichen Bibellese und Gebetsgemeinschaft und einer erneuerten Erwartung der Wiederkunft von Jesus Christus.

[6] Die Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts ist unsere geschichtliche Wurzel. Sie ist charakterisiert durch die Anliegen des Pietismus und der Heiligungsbewegung, die besonders betont, dass die Hinwendung zu Christus unter anderem daran erkennbar ist, dass man die Sünde meidet und nach der biblischen Ethik lebt.


IV Unser Verband

Die EG versteht sich als ein Bund von Gemeinden und Gemeinschaften, deren Mitglieder und Freunde auch über die örtliche Arbeit hinaus füreinander und für das Gesamtwerk Verantwortung übernehmen. Wir

  • stehen für ein theologisches Profil, dessen Leitlinien für die Ausübung der praktischen Arbeit in den Gemeinden verbindlich ist.
  • fördern die Entstehung und Entwicklung von biblisch fundierten und missionarisch-diakonisch ausgerichteten Gemeinden durch theologische Schulung, fachliche Beratung und praktische Prozessbegleitung,
  • koordinieren den organisatorischen Zusammenhalt, die geistliche Verbundenheit und die praktische Zusammenarbeit der Gemeinden,
  • leisten die erforderlichen Verwaltungsaufgaben im Interesse des Gesamtverbandes und der Gemeinden,
  • nehmen die Vertretung des Gesamtverbandes und aller ihm angeschlossenen Gemeinden gegenüber Staat, Gesellschaft und anderen christlichen Organisationen und Kirchen wahr,
  • ermöglichen die Bereitstellung von überregionalen Arbeitszweigen (z. B. EG Kolleg, Jugendbildungsstätte, Jugendwerk, jbs:aufwärts mit seiner erlebnis- und intensivpädagogischen Arbeit, Gemeindeberatung), die mit ihren Angeboten Hilfestellungen und Impulse für die örtlichen Gemeindearbeiten liefern,
  • übernehmen die Personalverantwortung für alle im Verband angestellten Mitarbeiter: Das beinhaltet die Berufung von Mitarbeitern und deren Entsendung in die Gemeindearbeiten oder andere Aufgabenbereiche, eine fachliche Mitarbeiterbegleitung und die disziplinarische Leitung.

V Unsere Gemeinden und Gemeinschaften

Die Mitglieder und Freunde der EG gehören zu Gemeinden und Gemeinschaften, die in sechs Bezirken (Nord, Rhein-Ruhr, Rhein-Wupper, Oberberg-Westerwald, Wetzlar und Hunsrück) zusammengeschlossen sind.

Das Spektrum der Gemeinschaften und Gemeinden, die zur EG gehören, umfasst:

  • Evangelische freie Gemeinden
  • eigenständige Gemeinschaften
  • Landeskirchliche Gemeinschaften

VI Unsere Werte

1. Das Evangelium von Jesus Christus
verkündigen wir bibeltreu in einer lebensnahen, verständlichen und gewinnenden Art und Weise, um Menschen in eine lebendige Beziehung mit Jesus zu führen.

2. Evangelisation und Mission
gehören aus Liebe zu Christus und den Menschen zu unserem Lebensstil in Wort und Tat.

3. Unsere Veranstaltungen
ehren Gott und dienen der gemeinsamen Begegnung mit dem lebendigen Gott. Jesus Christus ist der Mittelpunkt.
Dazu gehören gut vorbereitete Gottesdienste, in denen das Wort Gottes, Anbetung und Fürbitte sowie Musik und Gesang einen festen Platz einnehmen und so für alle bereichernd sind.

4. Unsere Atmosphäre
ist einladend und familiär, unsere Frömmigkeit ist von der Freude an Jesus geprägt und wir lieben musikalische Vielfalt.

5. Familienfreundlichkeit
gehört als unverzichtbares Wesensmerkmal zu unseren Gemeinden, denn Kinder und Jugendliche sind ein selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil der christlichen Gemeinde.

6. Die verschiedenen Lebenssituationen
von Alten und Jungen, Verheirateten und Alleinstehenden, Starken und Schwachen werden bei uns berücksichtigt. Menschen verschiedener sozialer Schichten und mit unterschiedlicher nationaler Herkunft sind bei uns willkommen.
In dieser Spannung von unterschiedlichen Bedürfnissen wollen wir liebevoll Gemeinschaft leben und gemeinsam im Glauben wachsen.

7. Begeisterung und Ehrfurcht
sind entscheidende Wesensmerkmale unserer Spiritualität.
Geistliche Leidenschaft, Hingabe und Freude prägen uns ebenso wie Vertrauen, Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber Jesus Christus und seinem Wort.

8. Das Gebet
erhält Priorität, indem wir immer wieder zu einem persönlichen Gebetsleben ermutigen. In motivierend gestalteten Gebetstreffen praktizieren wir gemeinsam die Anbetung Gottes und die Fürbitte für die weltweite Mission und für die Anliegen in unserem Umfeld.

9. Die Leiter
konzentrieren sich in ihrem Dienst darauf, die Verantwortung für Lehre und Leben der Gemeinde zu tragen und andere Christen zum Dienst anzuleiten. Wir legen Wert auf transparente Leitungsstrukturen und praktizieren Leiterschaft nach biblischem Vorbild.

10. Gabenorientierung
in der Mitarbeiterschaft soll dazu beitragen, dass jeder möglichst nach seinen Gaben eingesetzt wird und eine Aufgabenstellung wahrnimmt, in der er Gott und Menschen wirklich dienen kann.

11. Das Angebot von Kleingruppen
ist darauf ausgerichtet, den realen Fragen und Bedürfnissen der Teilnehmer ganzheitlich zu begegnen: durch biblische Lehre, durch ein seelsorgerliches Miteinander und durch gelebte Nähe im Alltag, nicht zuletzt durch praktische Hilfe in persönlichen Nöten und Problemen.

12. Das biblischeGemeindeverständnis
bleibt die Zielsetzung und der Beurteilungsmaßstab bei unserem Einsatz für eine zeitgemäße Gestaltung und gesellschaftsrelevante Ausrichtung unseres Gemeindelebens.


VII Unser missionarisch-diakonisches Profil

Die EG- Gemeinden und Gemeinschaften sind darauf bedacht, wie ein gesunder Organismus zu wachsen.

  • Die Erwartung, dass alles Wachstum von Gott kommt, schließt zielgerichtetes Arbeiten und Planen nicht aus, sondern beides bildet eine Einheit.
  • Im Zentrum der missionarischen Arbeit steht die Botschaft vom gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. Er hat uns dazu berufen, den Menschen seine Liebe, seine Erlösung und seinen Rettungswillen zu verkündigen.
  • Die Sendung Jesu bestimmt unsere Arbeit. Er ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist (Lukas 19,10). Evangelisation und Mission sind nicht nur Teilaspekte neben anderen, sondern das Vorzeichen aller Arbeit.
  • Formen und Methoden unserer evangelistischen Aktivitäten berücksichtigen die individuellen Lebenssituationen der Menschen, die wir für Jesus gewinnen wollen (1Korinther 9,20-22).
  • Wir verstehen unseren Dienst ganzheitlich, denn wir möchten, dass Menschen an Leib, Seele und Geist geholfen wird.

 

Wir gewinnen Menschen für Jesus

  • durch ein glaubwürdiges, ganzheitliches und einladendes Lebenszeugnis der Gemeindeglieder in ihrem gesellschaftlichen Umfeld, vor allem aber in ihren persönlichen Beziehungen,
  • durch evangelistische Aktionen,
  • durch spezielle Gemeindeveranstaltungen für Menschen ohne Beziehung zu Gott,
  • durch Ausweitung der bestehenden Arbeiten und durch Gründung neuer Gemeinden,
  • durch die Wahrnehmung missionarisch-diakonischer Aufgaben im Umfeld. Diakonie ist ein wesentlicher Aspekt missionarischer Gemeindearbeit: Durch ganzheitliche Hilfe für Menschen in beschwerten oder notvollen Lebenssituationen[7], verbunden mit Seelsorge und Verkündigung der biblischen Botschaft. Das Zeugnis der tätigen Liebe erreicht Menschenherzen für Jesus. Menschen gleich welcher Herkunft, Religion oder gesellschaftlichen Standes sind bei uns willkommen.

In diesem Sinne definiert jede Gemeinde und Gemeinschaft spezifische Arbeitsziele und verfolgt deren Verwirklichung.

 

[7] z.B. Alte, Kranke, Alleinerziehende, verwahrloste Kinder, Strafgefangene, Schuldnerhilfe, Obdachlose usw.


VIII Unser EG-Zentrum

Das EG-Zentrum in Radevormwald beherbergt nicht nur unsere Verwaltung, sondern bietet mit der Jugendbildungsstätte gute Rahmenbedingungen für Erholung, Begegnungen, Schulung, Freizeiten und Konferenzen.

Im Rahmen unserer Tagungsstätte und darüber hinaus bietet jbs:aufwärts, der erlebnis- und intensivpädagogische Arbeitszweig der EG, ein spezielles Veranstaltungs- und Schulungsangebot an.

 


IX Unser EG Kolleg

Schulung und Fortbildung nahmen in der Geschichte der EG stets einen wichtigen Stellenwert ein und haben auch für die Zukunft eine große Bedeutung.

Das EG Kolleg leistet in unserem EG-Zentrum in Radevormwald und nach Vereinbarung auch in den Gemeinden vor Ort

  • als Schulungsprogramm der EG Fortbildung und Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und befähigt sie zum geistlichen Dienst in Gemeinde und Mission.
  • Alle Schulung ist mit der gemeindlichen Basis verbunden. Gemeinde braucht Theologie und Theologie braucht Gemeinde!
  • In den Schulungsangeboten geht es um die Einheit von Lehre und Leben, die vermittelten Inhalte sind theologisch qualifiziert und werden gleichzeitig praxis- und zeitgemäß vermittelt.
  • Auf diese Weise wird für unsere Gemeinden eine kontinuierliche und ermutigende Mitarbeiterqualifizierung ermöglicht.

X Unser Jugendwerk

Das Jugendwerk der EG verbindet unsere gemeindlichen Jugendkreise, setzt sich ein für die Integration von Kindern und Jugendlichen in die örtlichen Gemeinden und ist ein wichtiger Impulsgeber in die nachwachsenden Generationen hinein.

Die Referenten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erreichen junge Menschen ihrem Alter gemäß mit dem Evangelium.

Wesentlicher Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Begleitung örtlicher Mitarbeiter und die Bereitstellung von überörtlichen Angeboten (z.B. Schulungsmaßnahmen, Freizeitarbeit, Jugendfestival).


XI Unsere Partner

Die EG arbeitet mit verschiedenen Werken und Verbänden zusammen.

Wir sind Mitglied im „Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband“, einem Dachverband von Gemeinschaften, Gemeinden und Einrichtungen, dem in Deutschland etwa 250.000 Christen zugerechnet werden.

Außerdem versteht sich die EG auch als Teil der „Deutschen Evangelischen Allianz“, einem Netzwerk von evangelisch-reformatorisch gesinnten Christen aus verschiedenen Kirchen, Gemeinden und Werken.

 

Neben vielen weiteren Kontakten zu befreundeten Missionswerken und Gemeindeverbänden, hat die EG mit den folgenden Partnerorganisationen spezielle Kooperationsvereinbarungen getroffen:

  • Neukirchener Mission
  • Kontaktmission
  • Theologisches Seminar Rheinland / Neues Leben e.V.

Diese Kooperationsvereinbarungen regeln die konkrete Zusammenarbeit im Hinblick auf gemeinsame Projekte und Dienstbereiche.


XII Unsere Herausforderungen in der Zukunft

Angesichts einer zunehmenden Säkularisierung in unserer Gesellschaft und eines betonter auftretenden Atheismus widerstehen wir bewusst jeder Form der Resignation und dem Rückzug der Gemeinde aus dem öffentlichen Leben in geschlossene Kreise. Wir nehmen die Veränderungen wahr, die Deutschland durch Demografie, Zuwanderung und kulturelle Vielfalt prägen und gehen konstruktiv damit um.

Aus der Erfahrung unseres Werkes von Gottes Führung in den zurückliegenden Jahrhunderten schöpfen wir Zuversicht und Kraft für ein Leben und Dienen im Horizont der Wiederkunftvon Jesus Christus.

Die bereits erkennbaren und noch unbekannten Herausforderungen in der Zukunft veranlassen uns weiterhin

  • zu vermehrtem Vertrauen auf Gottes Hilfe,
  • zu anhaltendem Gebet
  • und zu einer stärkeren Zusammenarbeit mit gleich gesinnten Partnern.

Mit dieser Perspektive arbeiten wir und

  • erneuern und beleben bestehende Gemeindestrukturen in geistlicher Weise,
  • gründen neue Gemeinden und Gemeinschaften,
  • fördern den Frieden unter den Christen,
  • vertreten und verteidigen die biblische Wahrheit in Liebe,
  • finden Antworten auf aktuelle Zeitfragen,
  • verstärken bestehende diakonische Arbeiten undübernehmen neue diakonische Aufgaben,
  • bewahren uns sowohl ein weitesHerz, als auch ein sensibles Gewissen,
  • und geben die Hoffnung auf GottesHandeln nie auf.

Wir glauben,

  • dass bis zur Wiederkunft von Jesus Christus Gottes Wort verkündigt wird,
  • Menschen zur Gemeinde Jesu hinzugewonnen werden
  • und das Reich Gottes sich in dieser Welt ausbreitet,
  • und dass selbst Verfolgung und Glaubensabfall die Ausbreitung nicht aufhalten können.

 

Alles, was wir tun, geschieht aus dem Grundanliegen, dass wir etwas zum Lob Gottes in unserer Welt beitragen wollen.

 

Radevormwald, im Januar 2016


Glaubensgrundlage der EG:

Wir bekennen uns

zur Allmacht und Gnade Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in Schöpfung, Offenbarung, Erlösung, Endgericht und Vollendung;
zur göttlichen Inspiration und Unfehlbarkeit der ganzen Heiligen Schrift und ihrer höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und des Lebens;
zur völligen Sündhaftigkeit und Schuld des gefallenen Menschen, die ihn von Gott trennen und Gottes Zorn und Verdammnis aussetzen;
zum stellvertretenden Opfer des Mensch gewordenen Gottessohnes als einziger völlig ausreichender Grundlage der Erlösung von der Schuld und Macht der Sünde und ihren Folgen;
zur Rechtfertigung des Sünders allein durch die Gnade Gottes aufgrund des Glaubens an Jesus Christus, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstanden ist;
zum Werk des Heiligen Geistes, welcher Bekehrung und Wiedergeburt des Menschen bewirkt, im Gläubigen wohnt und ihn zur Heiligung befähigt;
zum Priestertum aller Gläubigen, die die weltweite Gemeinde bilden, den Leib, dessen Haupt Christus ist, und die durch seinen Befehl zur Verkündigung des Evangeliums in aller Welt verpflichtet ist;
zur Erwartung der persönlichen, sichtbaren Wiederkunft des Herrn Jesus Christus in Macht und Herrlichkeit; zum Fortleben der von Gott gegeben Personalität des Menschen; zur Auferstehung des Leibes zum Gericht und zum ewigen Leben der Erlösten in Herrlichkeit.

 

Angelehnt an das Glaubensbekenntnis der Deutschen Evangelischen Allianz vom 06. April 1972