Gottesdienste in CORONA-Zeiten

Mitte März 2020 wurde aufgrund der schnellen Ausbreitung der COVID19-Pandemie von der Bundesregierung und den Landesregierungen die Ver­samm­lungs­freiheit aufgrund des Infek­tionsschutzgesetzes deutlich eingeschränkt, so dass die Durchführung von Gottesdiensten ab diesem Zeitpunkt auch in unseren Gemeinden nicht mehr möglich war.
Dadurch sind wichtige und wesens­hafte Elemente unseres Gemeindelebens ausgesetzt worden. Die öffentliche Aus­übung unse­res Glaubens ist Teil unserer vom Grundgesetz geschützten Rechte und deshalb wünschen wir uns alle eine möglichst rasche Rückkehr zur früheren „Normalität“.

Natürlich haben wir uns als EG den staatlichen Ordnungen und Maßgaben untergeordnet und versucht, entsprechende Anordnungen unverzüglich und ange­messen umzuset­zen. Hierfür gebührt den Verantwortungsträgern in unseren Gemeinden unse­r herzlicher Dank. In­ner­halb von kurzer Zeit haben sich viele auf den für sie teilweise neuen Weg begeben, um ihren Gemeindeglie­dern alterna­tive Angebote zu ma­chen. So wurden Gottes­dienste als Livestream oder als Video-Aufzeich­nung zur Verfügung ge­stellt, Andachten wurden auf neuen medialen Wegen wie z.B. Videokonferenzen gehalten. Unsere Pas­toren und Ge­meindeverant­wortliche haben große Anstrengun­gen unternom­men, die seelsorgerli­che Be­gleitung der älteren und einsamen Menschen in unseren Gemeinden weiterhin zu gewähr­leisten – sei es per E-Mail, durch Gespräche über den Garten­zaun oder durch eine Wiederbe­lebung der Telefonseelsorge. Wir sind dankbar für die große Kreativität, die im Um­gang mit der COVID19-Pandemie deutlich wurde.

Seit Anfang Mai 2020 werden in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Le­bens Lockerungen vorge­nommen und unter bestimm­ten Voraussetzungen sind auch gottesdienstliche Veranstaltungen wieder erlaubt. Unter Bezug­nahme auf die Regelungen des RKI, der Bundesregierung und der Länder haben wir als EG verbindliche Verhal­tensregeln definiert, deren Einhaltung Voraus­setzung dafür ist, dass Gemeindeveranstaltungen vor Ort wieder stattfinden können.  Unser aktuelles Corona-Schutzkonzept (Version 5 vom 23.6.2020) kann hier ▼  heruntergeladen werden.

Uns ist bewusst, dass die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen mit großem Aufwand verbunden ist. Ob sämtliche Maß­nah­men angemessen sind oder nicht, ob sie maßvoll oder überzogen waren, werden wir erst sehr viel später bewerten können. Wir handeln in dem Wissen, dass auch in un­seren Ge­mein­den viele Menschen auf­grund ihres Lebensalters und/oder ihrer Vorerkrankun­gen ei­ner Risiko­gruppe angehören. So halten wir es auch für ein Gebot gelebter Nächs­ten­liebe, dass wir diese Menschen nicht unnötig gefährden, sondern unser Bestes tun, um auch ihnen hinreichenden Schutz zu gewähren. Darüber hinaus ist es auch für die Wahrnehmung unserer Verantwortung in der Gesellschaft und für die Re­putation unserer Gemeinden vor Ort wichtig, die geforderten Schutzmaßnahmen einzu­halten.

Im Umgang mit der gegenwärtigen Krise wünschen wir allen Verantwortlichen in den Gemeinden viel Weisheit und Geduld sowie das Vertrauen darauf, dass unser großer Gott auch in schwierigen Zeiten alles in seiner Hand hält.

Klaus Schmidt, Direktor