Gottesdienste in Zeiten des Corona-Lockdowns...

Am 10. Februar 2021 hat die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder in einer Videoschaltkonferenz eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März 2021 beschlossen. Durch die verordneten Maßnahmen  wird das öffentliche und private Leben in Deutschland weitgehend eingeschränkt, was angesichts der dynamischen Entwicklung der Corona-Pandemie und den neu aufgetretenen Virus Mutationen nachvollziehbar ist. Aus diesem Grund bitten wir auch alle Mitglieder in den Gemeinden der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland, ihre Kontakte und Begegnungen weitgehend zu reduzieren.

Wir freuen uns darüber, dass es nach wie möglich ist, dass christliche Gemeinden Gottesdienste unter Einhaltung der nötigen Hygiene- und Verhaltensregeln feiern können. Um dieses Privileg nicht aufs Spiel zu setzen, bitten wir unsere Gemeinden dringend um Einhaltung der Schutzmaßnahmen und um genaue Befolgung des jeweils akutellen Schutzkonzeptes. Ab einer Inzidenzzahl von 35 und darüber ist besondere Vorsicht geboten und ab einer Inzidenzzahl von 200  raten wir unseren Gemeinden dringend, auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten.
Die meisten unserer Gemeinden bieten Gottesdienste im Internet an. Diese Angebote begrüßen wir sehr und wir freuen uns, wenn sie regelmäßig genutzt werden. Vielen Dank allen, die sich intensiv darum bemühen, dass es diese Angebote gibt und die viel Zeit und Energie in Vorbereitung und Durchführung investieren. Für die EG-Gemeinden, die weiterhin Gottesdienste feiern, gilt das neue Schutzkonzept, das unbedingt zu befolgen ist. Besondere Beachtung verdienen dabei die Richtlinien zur Nutzung von medizinischem Mund-Nasen-Schutz sowie eine Meldepflicht für Gottesdienste ab einer gewissen Teilnehmerzahl.

Unser aktuelles Corona-Schutzkonzept (Version 7e vom 11. Februar 2021) kann  hier ▼  heruntergeladen werden.

Uns ist bewusst, dass die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen für unsere Gemeinden mit großem Aufwand verbunden ist. Ob sämtliche Maß­nah­men angemessen sind oder nicht, ob sie maßvoll oder überzogen waren, werden wir erst sehr viel später bewerten können. Wir handeln in dem Wissen, dass auch in unseren Reihen viele Menschen auf­grund ihres Lebensalters und/oder ihrer Vorerkrankun­gen ei­ner Risiko­gruppe angehören. Deshalb halten wir es auch für ein Zeichen gelebter Nächs­ten­liebe, dass wir diese Menschen nicht unnötig gefährden, sondern unser Bestes tun, um ihnen hinreichenden Schutz zu geben. Darüber hinaus ist es auch für die Wahrnehmung unserer Verantwortung in der Gesellschaft und für die Re­putation unserer Gemeinden vor Ort wichtig, die Schutzmaßnahmen einzu­halten. Unsere Gemeinden sind zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden aufgerufen.

Im Umgang mit der gegenwärtigen Krise wünschen wir allen Verantwortlichen in den Gemeinden Weisheit und Geduld sowie das Vertrauen darauf, dass unser großer Gott auch in schwierigen Zeiten alles in seiner Hand hält.

Klaus Schmidt, Direktor